Liebe Eltern lasst uns reden

Wir wundern uns über die wachsende Zahl neurodivergenter Kinder im Unterricht – dabei haben wir sie selbst dazu ermutigt, so zu sein, wie sie sind. Diese Stärkung erlaubt Kindern, ihre Individualität auszuleben. Doch wenn diese freie, achtsame Haltung auf ein Schulsystem trifft, das noch stark auf Norm, Kontrolle und Vergleich basiert, entsteht Reibung.


Neurodivergente Kinder sind nicht krank – sie sind anders

Trotzdem erleben viele Kinder und Eltern, dass Inklusion nur dann gelingt, wenn eine „Diagnose“ vorliegt. Das ist problematisch: Es pathologisiert Unterschiedlichkeit und zwingt Familien in ein medizinisches System, nur um Unterstützung und Akzeptanz zu erhalten.

Inklusion ohne Krankheitslabel bedeutet, Kinder in ihrer Vielfalt ernst zu nehmen. Wir benötigen dafür Wissen, Offenheit und Flexibilität. Lassen Sie uns neue Wege gehen! Brückenbauer sein! 

Ein gelingender Alltag mit neurodivergenten Kindern ist möglich – wenn Raum für Individualität besteht, wenn Lehrkräfte begleiten statt beurteilen, wenn Eltern Unterstützung statt Schuldzuweisungen erfahren.

Seit sechs Jahren bin ich in der Region im Rahmen eines Grundschulförderprogramms tätig. Jedes Schuljahr unterrichte ich rund 40 Klassen von der ersten bis zur vierten Jahrgangsstufe und begleite so etwa 800 Kinder kontinuierlich durch ihre gesamte Grundschulzeit. Als Mutter zweier neurodivergenter Söhne kenne ich den herausfordernden, aber auch bereichernden Alltag mit neurodivergenten Kindern aus eigener Erfahrung.

Lassen Sie uns reden! 
Termine direkt unter 0172 21 44 171 ausmachen!